Intensivbetreuung

- im Rahmen der vollen Erziehung

Intensivbetreuung ist eine Betreuungsform, die weit über das übliche Ausmaß einer sozialpädagogischen- bzw. sozialtherapeutischen Standartbetreuung hinausgeht.

Sie hat das Ziel, riskantes Verhalten und/oder Verhaltensweisen, die selbst- oder fremdgefährdend wirken, abzuwenden und das Kind (den Jugendlichen) in den Gruppenalltag zurückzuführen.

Die Konzepte werden individuell nach den Bedürfnissen des einzelnen Kindes/Jugendlichen erstellt.

Voraussetzung:

Kinder und Jugendliche mit erheblichen psychosozialen Belastungen, die unter anderem durch wiederholte, zum Teil schwerwiegende aggressive bzw. destruktive Handlungen gegen sich selbst und/oder gegen Personen aufgefallen sind.
Resistenz gegenüber standardmäßigen sozialpädagogischen bzw. sozialtherapeutischen
Und psychiatrischen Angeboten, bei grundsätzlicher Aufrechterhaltung der Gruppenzugehörigkeit.

Indikationen:
- Dissozialität
- Keine oder sehr geringe Kenntnisse von sozialen Regeln und Normen
- Gewaltproblematik – selbst- bzw. fremdverletzendes Verhalten
- Beziehungs- und Bindungsprobleme bei überdurchschnittlich belastetem Familienhintergrund
- Massive Verhaltensauffälligkeiten und psycho-soziale Entwicklungsstörungen
- Massive Schulverweigerung bzw. Ausweich- und Fluchtverhalten gegenüber Leistungsanforderungen
Diese oder ähnliche Verhaltensweisen können auch in Kombination vorkommen.

Dauer:
Bis zu 6 Monaten, Verlängerung über Antrag möglich

Bewilligung:
NÖ Landesregierung, Abt. Jugendwohlfahrt, Fachaufsicht